|
Schön gestaltet sind auch die
Auflieger, deren Planen mit dem Namen des Unternehmens sowie
Clownsmotiven geschmückt sind. Ebenfalls in den Hausfarben
rot-weiß ist das große Tierzelt gefertigt. Das Wäldchen im
Hintergrund mit dem aufragenden Schloss-Turm rundet die
Szenerie ab.
 
Toni Bügler, Jasmin Frank
Doch das romantische Bild eines
traditionellen Familiencircus zieht an diesem Abend nur wenige
Besucher an, ein paar Erwachsene mit ihren Kindern oder
Enkelkindern. Dennoch sind die Büglers während der Vorstellung
voll bei der Sache. Gespielt wird hier zwischen klassischen
Sturmstangen vor einer samtroten Gardine, begleitet von gut
gewählter, schwungvoller Musik, in ansprechenden Kostümen und mit
angenehmem Licht. Dass
Fantasie dem Leben eine neue Richtung geben kann, hören wir zu
Beginn in einem Prolog aus dem Off. Damit ist die Manege frei
für Toni Bügler. Flott und sicher läuft die von ihm präsentierte
Freiheitsdressur mit vier Friesenhengsten, die jeweils mit
neongelben Geschirren geschmückt sind. Zum Abschluss gibt es
einen Steiger. Nach einer etwas langen Umbaupause folgt die
Tücherakrobatik von Jasmin Frank. Zu einem
italienischen Chanson beweist sie bei Posen ihre Beweglichkeit
und bei Abfallern ihren Mut.
  
Francesco Bügler, Gagi,
Adriano Bügler
Ein typischer Bestandteil
eines Familiencircus-Programms ist auch das Tellerdrehen.
Francesco Bügler gelingt es letztendlich, sechs Teller auf
langen Stäben rotieren zu lassen. Partnerin Nikolina gibt mit
Mikrofon in der Hand Hinweise, wo ein schnelles Eingreifen
notwendig ist, um Abstürze zu vermeiden. Clown Gagi im roten
Livree, mit typischer Schminke und senkrecht nach oben stehenden
Haaren, sowie seine beiden kindlichen Kompagnons Benno und Billy
animieren einige Mitspieler dazu, alles nachzumachen, was ihnen
vorgegeben wird. Die Anweisungen gehen vom Laufen auf unterschiedliche Weisen übers
Singen bis zum Kampfsport. Die „vier Stühle“ bilden den
Abschluss dieser Nummer. Sitzmöbel spielen auch eine Rolle beim
Auftritt von Adriano Bügler. Auf seinem „eisernen Kinn“
balanciert er beispielsweise eine Sackkarre, ein Zaun-Element
und einen Biertisch, aber eben auch fünf ineinander gesteckte
Stühle.
  
Destiny,
Valentina, Benno, Billy und Adriano Bügler
Was sie im Kindesalter schon
gelernt haben, zeigen am Luftring Destiny und die noch jüngere
Valentina Bügler. Ohne den erwachsenen Gagi bestreiten die
Nachwuchs-Komiker Benno und Billy die nächste Szene, in der sie
einen weiteren Zuschauer foppen. Auf einem Hochpodium zelebriert
Adriano Bügler seine Stuhlpyramide und lässt diese auf diese
Weise noch eindrucksvoller wirken.
 
Toni Bügler, Los
Apachos
Die erste Hälfte endet wie
sie begonnen hat, mit der Präsentation von vier großen Tieren
durch Toni Bügler. Freilich solche einer anderen Art: Diesmal
sind es vier Trampeltiere mit Decken auf den Rücken. Sie
absolvieren nicht nur verschiedene Lauffiguren, zwei von ihnen
steigen auch auf Postamente. Der zweite Programmteil beginnt mit
einem weiteren typischen Bestandteil einer
Familiencircus-Vorstellung, nämlich Messerwerfen und
Lassodrehen, hier ausgeführt von Adriano und Nikolina Bügler,
Jasmin Frank und zwei Kindern alias "Los Apachos". Die
Rollenverteilung ist selbstredend: Die Damen stehen mutig am
Brett, er zielt mit Messern, Äxten und Sternäxten um sie herum
und dreht später das große Lasso, unter dem sich alle
versammeln.
 
Toni Bügler,
Bügler Brothers
Nach Scherz und Schabernack
mit Benno, Billy und einem Gummiband stellt Toni die dritte und
letzte Tiernummer des Programms vor, eine Doppelfreiheit mit
zwei etwas größeren Ponys. Sie steigen unter anderem mit den
Vorderbeinen auf die Piste bzw. eines mit den Vorderbeinen auf
den Rücken des anderen. Als „Bügler Brothers“ nicht so ganz
treffend beschrieben ist die Darbietung, in welcher der
Erwachsene Adriano drei Sprösslinge der Familie Hand- und
Kopfstände vorwiegend auf seinen Armen und Händen drücken lässt.
  
Jasmin Frank, Toni
und Francesco Bügler
Wie schon im ersten
Programmteil geht es für Jasmin Frank noch einmal hoch hinaus,
nun mit schön anzusehenden Posen, mit Abfallern und Schwüngen an
den Strapaten. Nach Gagis letzter Reprise, der einen imaginären
Ball in einer Tüte fängt, beweist uns Toni Bügler, dass er noch
mehr kann als Tiere dressieren und vorführen. Denn als
Schlussnummer der Vorstellung jongliert er gekonnt, erst mit
vier Ringen, dann mit drei Keulen. Im Finale stellt Francesco
Bügler alle Mitwirkenden vor und bedankt sich für den Besuch. |